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WESER-KURIER, 14.04.2011

 



Die alte Kirchentür ist wieder wie neu

Alt-Hastedt: Restauratorin Karen Melching aus der Werkstatt Kossan bearbeitet Holz und Glasplatten


Hastedt. Die Tür der evangelischen Kirche Alt-Hastedt war vor kurzem noch vernagelt. Jetzt können die Gottesdienstbesucher wieder den Haupteingang benutzen: Die alte Kirchentür ist restauriert.

(VON ELISABETH SCHMIDT)

Das Glas war verschmutzt und das Holz ging schon in einen leichten Grauton über. Die Restauratorinnen und Restauratoren der Firma Roger Kossann aus dem Viertel hatten die Tür vor etwa einem Monat die Tür ausgebaut und sie mit in ihre Werkstatt genommen. Während dieser vier Wochen sah es zu mindestens von außen so aus, als würde die Kirche ganz schließen, denn die Kirchentür wurde vorläufig durch Bretter ersetzt. Nach der Restaurierung erstrahlt sie in ganz neuem Glanz.

Kirche Hastedt Portal leder restaurator

"Das Holz der Tür wurde schon seit 50 Jahren nicht mehr bearbeitet und hatte schon Risse bekommen", berichtet Pastorin Yvonne Ziaja. Diplom-Restauratorin Karen Melching aus dem Peterswerder und ihre Praktikantin Lisa Burkart aus der Neustadt nahmen sich der Kirchentür an. Die Tür war total verschmutzt, sicherlich auch eine Folge des dichten Straßenverkehrs an der viel befahrenen Kreuzung.

Der obere Teil der Tür, das Oberlicht, besteht aus einzelnen Glasplatten, die durch Holzelemente voneinander getrennt sind. "Die Glasplatten haben unterschiedliche Farben, das hat man durch die Verschmutzung schon gar nicht mehr erkennen können", sagt Karen Melching.

Die Werkstatt des Teams von Roger Kossan liegt, unweit von der Kirche, in der Stader Straße. "Wir hatten selten eine Baustelle, die so nah ist", freut sich Roger Kossann über die Zusammenarbeit. Während die Tür in der Werkstatt restauriert wurde, musste die Kirche mit Brettern verschlossen werden.

Mit der Kindergartengruppe "Spatz" feiert die Pastorin Yvonne Ziaja regelmäßig einen Kindergottesdienst, und um in die Kirche zu kommen, ist sie mit den Kindern durch die Sakristei gegangen. "Das fanden sie total spannend", sagt Yvonne Ziaja. Die Restaurierung der Kirchentür ist nur der Anfang einer ganzen Reihe von Arbeiten in und an der evangelischen Kirche in Alt-Hastedt. Ab Mai ist die Außensanierung dran, und auch in der Kirche soll neue Farbe an die Wände, die Orgel wird ebenfalls noch renoviert. "Und 2012, zur 250 Jahrfeier sind wir dann hoffentlich mit allem durch", sagt Küster und Hausmeister Andreas Johr.

Lisa Burkart macht gerade ein Praktikum bei der Firma von Roger Kossann und war von Anfang an bei der Arbeit an der Kirchentür dabei. "Beim Restaurieren kann man das Handwerkliche mit dem Wissenschaftlichen verbinden, das finde ich gut, denn die Geschichte, die hinter den Objekten steckt, ist sehr interessant", sagt Lisa Burkart über den Beruf der Restauratorin oder des Restaurators.

Die Arbeit an der Tür wurde auf zwei unterschiedliche Orte aufgeteilt, die Tür war in der Werkstatt und für die Arbeit an dem Oberlicht wurde ein Gerüst direkt vor der Kirche aufgebaut. "Den stark beschädigten Überzug haben wir abgenommen und dann das Holz mit Leinöl bearbeitet, das tief in das Holz eindringt", sagt Karen Melching.

Bei der neu eingebauten Tür ist nichts mehr von dem ehemaligen Grauschleier zu sehen, sogar die Maserung des Holzes ist erkennbar und die Gläser des Oberlichtes schimmern wieder hellgrün und blau. "Wir sind voll zufrieden mit der Arbeit. Den Leuten ist es auch sofort aufgefallen, viele sehen das Kreuz im Oberlicht zum ersten Mal, weil es vor der Restauration kaum zu erkennen war", sagt Andreas Johr.

Auch die Hastedter Pastorin ist zufrieden mit dem Ergebnis der Arbeit: "Die Tür sieht wieder richtig lebendig aus, so lebendig wie eine Tür eben sein kann. Auch für die Gemeindemitglieder ist es jetzt viel einladender", findet sie. Während die Kinder in der Kirche mit Yvonne Ziaja Gottesdienst feiern, wird draußen die Tür wieder angebracht. Die Kinder sind damit die ersten, die wieder die Kirchentür benutzen können - und Erste zu sein, ist mindestens so spannend wie der Gang durch die Sakristei.