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Wirtschaftszeitung Ausgabe 10, März 2012

 



Restaurator Roger Kossann feiert 30-jähriges Firmenjubiläum

Mit seiner Arbeit erhält er Erinnerungen


Bremen März 2012. Wenn ein Holzmöbel in seine Werkstatt kommt, geht es zuerst einmal um eine Bestandsaufnahme. In welchem Zustand ist es? Wie ist es ihm in der Vergangenheit ergangen? Wurden Teile entfernt oder hinzugefügt? Meine Arbeit ist der eines Forensikers durchaus ähnlich, erklärt der Bremer Restaurator Roger Kossann. Bevor ich damit beginnen kann einen Schrank, Stuhl oder Tisch für die Zukunft zu konservieren, muss ich seine Geschichte erforschen.

Gegründet am 02.02.1982 restauriert und konserviert Roger Kossann nun seit 30 Jahren historische Möbel.

Unterstützt wird er dabei von seiner Kollegin Dipl.- Restauratorin Karen Melching und zwei Praktikanten. In seiner Werkstatt in Peterswerder stehen Objekte aus den unterschiedlichsten Epochen. Schreibtische, Kommoden, Sekretäre – alles Stücke, die Jahrzehnte, vielleicht sogar Jahrhunderte im Schoß ihrer Familien überdauert haben. „Meine Kunden verbinden in der Regel zahlreiche Erinnerungen mit den Möbeln“, sagt Kossann. „Der emotionale Wert ist für die Besitzer heute oft von viel größerer Bedeutung als der tatsächliche materielle Wert.“ Diese zu erhalten ist daher für Kossann und seine Kunden vor allem eine Herzensangelegenheit.

Restaurator Kossann und Mitarbeiterinnen

Roger Kossann restauriert seit 30 Jahren historische Möbelin seiner Werkstatt. Unterstützt wird er dabei von seiner Kollegin Karen Melching und den beiden Praktikantinnen Silvana Spreen und Isabell Lojek: Foto: WZ

Kossann beschreibt seine Arbeit als eine Mischung aus Wissenschaft, Kunst- und Kulturgeschichte und feinem Handwerk. „Wir müssen jedes Objekt genau verstehen und um seine historischen Hintergründe und Materialität wissen. So können wir uns eine Vorstellung davon machen, wie es im ursprünglichen Zustand ausgesehen hat“, so Kossann. „Die Möbel sind Zeugen einer anderen Zeit. Ihr Alter darf man ihnen daher ruhig ansehen. Deshalb geht es uns bei der Restaurierung nicht darum, den Originalzustand wieder herzustellen. Vielmehr werden die notwendigen funktionalen Reparaturen gemacht und die Möbel dann konserviert, so dass sie auch die nächsten Jahrzehnte im Haushalt der Familie überstehen.“ Mit seiner Arbeit hat sich Kossann einen Namen in der Branche gemacht – und das weit über die Bremer Landesgrenzen hinaus. Zu seinen Kunden zählen neben zahlreichen Privatleuten auch immer häufiger öffentliche Auftraggeber.

So betraute ihn das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland mit der Restaurierung des historischen Mobiliars der Deutschen Botschaften in London. Auch Möbel aus dem ehemaligen Schloss in Braunschweig zugehörig zu der Sammlung des Landesmuseum Braunschweig wurden in die Hände der Restaurierungswerkstatt Kossann gegeben. In Bremen arbeiten Kossann und seine Kollegen unter anderem kontinuierlich am historischen Interieur des Landgerichts und des Haus Schütting.

In seiner Werkstatt verbringt Kossann viel Zeit mit der Vergangenheit. Hängen geblieben ist er darin allerdings nicht. Bereits seit 1992 dokumentiert und simuliert er seine Restaurierungsarbeiten für seine Kunden unter Verwendung digitaler Bildbearbeitung. Auf seiner umfangreichen Homepage stellt er seinen Auftraggebern in einem internen Bereich Bilder der aktuellen Bearbeitungsschritte zur Verfügung.

Der rege Austausche mit Kunden und Kollegen gehört für Kossann genauso zu seinem Erfolgsrezept wie die hingebungsvolle Arbeit an den Objekten. Seine Arbeit, so sagt der Restaurator, mache ihm bis heute Spaß und: „Ich freue mich auf die nächsten 30 Jahre. JSL